Das liegt aber hauptsächlich daran, dass unsere Auszubildende und unsere Hausdame schon seit 5 Tagen unermüdlich die Fenster putzen und so für den klaren Durchblick nach draußen sorgen.
Ist das nicht toll, dass den beiden das Lachen trotzdem noch nicht vergangen ist? Ganz ehrlich: die Fotos sind nicht gestellt!
Achtung Autofahrer: im Bereich des Schreinerhofs in Schönberg/ Bayerischer Wald, kommt es noch bis Ende März zu erhöhtem Aufkommen an LKW-Verkehr. Fahren Sie bitte geduldig hinterher, fluchen und überholen Sie bitte nicht, sonst verpassen Sie unseren Hof; einer der vielen LKW`s wird Sie gerne in seinem Windschatten zu uns lotsen.
Übrigens: die Anfahrten mehrer LKW`s tagtäglich führt wirklich zu einem für uns ungewohnten kleinen bis mittleren Verkehrschaos, sowohl auf der Straße, als auch auf unserem Gelände. Heute hätte ich sogar beinahe meinen Wagen “geschrottet” bekommen- allerdings ganz ohne Abwrackprämie.

..mögen zur Zeit auch gerade die Tiere auf meinem Hof denken. Statt eintönigem Rumgestehe im Stall oder auf der verschneiten Weide, ist es doch viel interessanter, die Baustelle und das Geschehen darauf zu verfolgen. Endlich wieder mal eine richtig g`scheite “Äktschn”.

Hier zu sehen: Bulle "Franz-Josef" mit seiner "Sissi" und Kälbchen "Gisela" (6 Tage alt)
Ich weiß, es ist Winter und zum Winter gehört Schnee. Wir hätten den aber eigentlich im Dezember “brauchen” können und nicht jetzt, in der heißen Phase unseres Neubaus. Bei rund 60 cm Schnee und täglichen Schneefällen fängt es jetzt so langsam an, dass das Wetter uns alle nur noch nervt. Wir haben ja nicht mal die Zeit, uns auf der Snow-Tube-Actionbahn das Vergnügen einer spaßigen Rodeltour zu gönnen.
…wenn zwei Alpenländler aufeinander treffen.
Der Tag heute hat mit dem einwandfreien Nehmen einer großen Hürde begonnen: die Restfeuchte im Estrich hat endlich den erlaubten Wert erreicht, die Bodenlegearbeiten können angepeilt werden. Bei dem Wetter draußen mit Schneemassen wie seit langer Zeit nicht mehr, ist das schon ein großer Fortschritt. Doch schon ist die nächste Hürde zu nehmen und die scheint weitaus schwieriger. Ein Handwerker aus Südtirol hat seine Kreissäge direkt in den Weg eines Tiroler Kollegen gestellt, Geschimpfe und Gefluche in beiden Dialekten gehen hin und her und gipfeln damit, dass der Tiroler seine sofortige Abreise androht. Wie gesagt, der Tag hatte gut begonnen……… Soll ich mich hinstellen und rufen: “ich bin ein Bauherr, holt mich hier raus!”?

Plan des Luftkanals im Saunabereich
Sie werden sie später einmal nicht mehr sehen, dafür aber spüren: die Luftkanäle und die Luftbewegungen daraus. Wissen Sie eigentlich, was bei der Planung eines Belüftungsnetzes alles zu beachten ist? Damit die geplanten Volumenströme sich auch so einstellen, müssen Außenluftstrom, Zuluftstrom, Abluftstrom, Fortluftstrom, Umluftstrom und Mischluftstrom einzeln ausgelegt werden; so hat es mir jedenfalls der Lüftungsbauer versucht zu erklären. Jetzt habe ich aber leider keine “Luft” mehr für weitere Detailbeschreibungen- es gibt noch viel zu tun und zu entscheiden.
Das wilde Faschingstreiben wie anderswo liegt ja eher nicht so im Wesen von uns Bayerwäldern, aber dass wir vor lauter Bauerei aber auch rein gar nichts mehr von den tollen Tagen mitbekommen, hätte ich mir bisher nicht vorstellen können. Statt bunter Luftschlangen hängen nun eben lose Elektrokabel von den Decken und unsere derzeitige Verkleidung besteht aus “Blaumännern” und Schutzhelmen. Wo sind denn nur die roten Clownnasen von Familotel hingekommen?
damit wir fristgerecht wiedereröffnen können. Doch hier wurde vielleicht ein bißchen zuviel und zu heftig gebaggert; hoffentlich wird das die einzige Schieflage der Arbeiten auf unserer Baustelle bleiben.
Der Schreck war natürlich groß, Gottseidank ist niemand verletzt worden. Das Baugerät aus dieser mißlichen Lage zu holen und wieder einsatzbereit zu machen, hat schon etwas länger gedauert.


Auf einem Bauernhof erblicken ständig neue Tiere das Licht der Welt. Auch auf dem Schreinerhof war es mal wieder soweit und wir konnten ein neues Lämmchen in der großen Tierfamilie begrüßen. Unbeeindruckt vom Geschehen drumrum, schauen Mutterschaf Molli und Lämmchen Wolli aus dem Stall und beobachten von dort den voranschreitenden Fortschritt des Neubaus. Aus dem Tonfall ihres “mäh, mäh” glauben wir manchmal leichte Zweifel heraus zu hören, ob wir denn auch pünktlich zur Neueröffnung fertig werden würden? Zum Glück geben die Bauarbeiter nichts auf das Geblöke und arbeiten unverdrossen weiter, schließlich rückt der 4. April unaufhaltsam näher.

Baff erstaunt und sichtlich verängstigt verfolgen Hänsel und Gretel das Geschehen in einem Raum, in dem sie früher einmal den Kindern beim Spielen zuschauen konnten.
Jetzt sehen sie lauter fremde Leute und hören dazu das Bohren von Preßlufthammern, das Hauen mit Pickeln und das Scharren der Schaufeln im Bauschutt. Was da wohl nur vor sich gehen mag, doch nicht etwa das Werk der bösen Hexe aus dem dunklen Wald?
Hexerei ist hier nicht im Spiel, das ist eher das beabsichtigte Werk des Bauherrn, der das ehemalige Spielzimmer zur Küche umbauen läßt, in der später einmal die herrlichsten und appetitlich-duftenden Schmankerln für die Schreinerhof-Gäste gezaubert werden. Das wiederum ist schon auch Hexenwerk, aber doch eines der besonderen, angenehmen und verlockenden Art; davon würden auch Hänsel und Gretel begeistert sein.
